Food-Science/ Gewusst?/ Reklame

Amsterdamer Grachtenmüll wird zur Spülmittelflasche…

…oder wie eine kleine Flasche Spülmittel eine große Symbolfigur sein kann.

Amsterdamer Grachtenplastik - Ecover - The Vegetarian Diaries

© Franzi Schädel / Franzi trifft die Liebe

Dass unsere Meere, Flüsse und Seen zunehmend mit Müll und ganz besonders mit Plastikmüll verschmutzt sind und werden ist kein Geheimnis. Aktuell befinden sich schätzungsweise mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen weltweit. Dazu kommen jährlich mehr als acht Millionen Tonnen. Um sich diese schier unfassbar große Zahl ein wenig anschaulicher zu machen, bedeuteten diese acht Millionen Tonnen Plastikmüll, dass man theoretisch eine voll mit Plastikmüll gefüllte Tüte alle 6 cm, an allen Küstenlinien weltweit platzieren könnte [1]. Und das ist nur die Menge, die schätzungsweise jedes Jahr zu den 150 Millionen Tonnen hinzukommt!

Welche Folgen hat der Plastikmüll in den Weltmeeren?

Direkte Folgen haben die Unmengen an Plastikmüll natürlich vor allem für Meeresbewohner. So sterben jährlich Millionen Fische, Vögel, Schildkröten und andere Tierarten an den direkten und indirekten Folgen des Plastikmülls. Darüber hinaus beeinflusst der Müll das fragile Öko- und Biosystem der Meere, mit vielen zurzeit nicht absehbaren Folgen und Auswirkungen. Von der optischen Verschmutzung an vielen Stränden und Küstenabschnitten ganz abgesehen.

Auch direkte Folgen für  Menschen weltweit sind natürlich sehr vielfältig und vor allem in vielen Fällen nur schwer einzuschätzen und sowohl quantitativ, als auch auch quantitativ zu fassen. Vor allem bei indirekten Folgen wie dem Verzehr von Lebensmitteln aus den Meeren gibt es nur sehr wenige langfristige Erhebungen bezüglich der umgebenden Umwelteinflüsse. Man muss jedoch nicht allzu viel Fantasie aufbringen, um zu vermuten, dass es wohl kaum positive Folgen und Auswirkungen hat.

Mittlerweile gibt es viele konkrete Ideen und zum Teil auch Initiativen, die auf der einen Seite an einer Reinigung der Meere arbeiten und auf der anderen Seite, versuchen die Menge an Müll, die ins Meer gelangt, drastisch zu senken.

Recycelte Spülmittelflasche als Symbol und Chance

Ecover - Grachtenplastik - Spülmittel

Als ein besonders anschauliches Beispiel hat die Firma Ecover vor einigen Wochen ein Spülmittel auf den Markt gebracht, dass in einer Plastikflasche mit 10 % recyceltem Plastikmüll aus den Grachten in Amsterdam hergestellt ist (die anderen 90 % bestehen aus recycelten Haushalts-Kunststoffabfällen). Insgesamt wurden so in Amsterdam von vielen Freiwilligen in Kooperation mit der Organisation „Plastic Whale“ Unmengen Müll gesammelt, aus dem insgesamt 70 000 ’neue‘ PET-Flaschen entstanden sind.

Klar, dass dies im Vergleich zur Menge des weltweiten Plastikmülls nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.  Aber ein Tropfen mit Symbolcharakter, der zum einen zeigt, dass sich dieser Müll recyceln und wiederverwenden lässt. Zum anderen schafft er das Bewusstsein, dass dringend etwas getan werden muss.

Wie alle Produkte von Ecover ist das Spülmittel auf rein pflanzlicher Basis hergestellt und kommt ohne Phosphate oder künstliche Duft- und Farbstoffe aus. Die Spülmittelflaschen mit Amsterdamer Grachtenmüll sind vorerst auf 70 000 Exemplare limitiert und in vielen dm-Märkten und gut sortierten Bio- und Drogeriegeschäften verfügbar. Also unbedingt beeilen, bevor sie alle ausverkauft sind!

[1] J.R. Jambeck et al, Plastic waste inputs from land into the ocean, Science 347 (6223): 768-771

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Ecover entstanden. Auf die oben genannten Informationen wurde zu keiner Zeit Einfluss genommen.

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1 Kommentar

  • Antworten
    Geschirr waschen mit Zucker?! Oder was haben Zuckertenside mit einem Spülmittel zu tun?
    18. November 2015 at 8:11

    […] ein Teil dieses Plastikmülls recycelt und wieder in Umlauf gebracht wird, so wie im Fall der Spülmittelflasche aus Amsterdamer Grachtenmüll, hat man zumindest schon einmal ein deutliches Zeichen […]

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